Qualitätsstandards

In der Technosubkultur der späten 1990er Jahre entstanden unabhängig voneinander viele PsyCare-Projekte in Deutschland. Die Organisation im Sonics-Netzwerk führte später zu dem Wunsch, die verschiedenen Arbeitsansätze abzugleichen und zu harmonisieren. Als Ergebnis dieses Prozesses entstanden die SONICS Qualitätsstandards. Diese Standards bilden eine Grundlage für die Sicherheit von Partybesucher*innen im Kontext der Gesundheitsförderung im Nachtleben. Sie stellen die Vergleichbarkeit und Qualitätskontrolle von Angeboten sicher und dienen als Orientierung für neu gegründete Projekte und Veranstalter*innen.

 

Die Standards beschreiben Mindestanforderungen für die verschiedenen Bereiche der PsyCare-Arbeit (Must-haves), aber gleichzeitig auch Entwicklungsziele (Nice-to-haves). Die Qualitätsstandards beschreiben umfassend das PsyCare-Angebot und bieten daher einen Einblick in die PsyCare-Arbeit für Nutzer*innen des Angebots, für Veranstalter*innen, aber auch für Akteur*innen aus Politik und Wissenschaft. Damit dienen sie auch als Grundlage für die Diskussion darum, gesundheitsförderliche Angebote im Nachtleben als psychosoziale Versorgung zu begreifen.

 

Die Standards transportieren eine nicht-wertende, akzeptierende und inklusive Grundhaltung und folgen auch aktuellen gesellschaftlichen Diskussionen. Die Standards werden regelmäßig überarbeitet, ergänzt und aktualisiert und unterliegen der stetigen Weiterentwicklung.